Fehlgeburt: Ablauf, Blutung und Dauer

Wie eine Fehlgeburt abläuft, wie lange sie dauert und wann du bei Blutung sofort Hilfe brauchst.

Der Ablauf einer Fehlgeburt ist von Frau zu Frau verschieden: Oft beginnt sie mit Schmierblutung und Krämpfen, manchmal gibt es gar keine Zeichen. Beim Abgang ist die Blutung meist stärker als eine Periode und kann danach bis zu etwa drei Wochen anhalten. Beim Abwarten dauert der Abgang wenige Tage bis mehrere Wochen. Ist eine Binde kurz nach dem Anlegen durchtränkt oder wird dir schwindlig, wähle sofort die 112 (Angaben für Deutschland). Nachts musst du nicht alles lesen: Die ersten Schritte stehen unter „Zu Hause: Was jetzt hilft“, alle Warnzeichen im Kasten am Ende.

Auf einen Blick

Blutung danach bis ca.
3 Wochen
Kontrolle meist nach
7–14 Tagen
Notruf
112

Wie läuft eine Fehlgeburt ab?

Oft beginnt es mit einer Schmierblutung und krampfartigen Schmerzen, die an eine Periode erinnern. Blutung und Schmerz werden dann häufig deutlich stärker als gewohnt, manchmal mit Übelkeit oder Durchfall. Die stärksten Schmerzen kommen meist kurz vor dem Abgang des Gewebes und lassen danach rasch nach.

Es gibt auch den anderen Weg: keine Blutung, keine Schmerzen. Erst beim Ultraschall zeigt sich, dass sich die Schwangerschaft nicht weiterentwickelt hat. Das nennt man eine verhaltene Fehlgeburt. Dass du vorher nichts gespürt hast, heißt nicht, dass du etwas übersehen hast. Zur Untersuchung gehören der Ultraschall und manchmal eine Blutprobe, denn das Hormon hCG steigt bei einer sich nicht weiterentwickelnden Schwangerschaft nicht wie gewohnt an.

Eine Blutung in der Frühschwangerschaft bedeutet nicht automatisch eine Fehlgeburt. Ob eine vorliegt, stellt die Ärztin oder der Arzt per Ultraschall und Gespräch fest. Ist der Befund noch nicht eindeutig, etwa weil es sehr früh ist, wird der Ultraschall oft nach ein bis zwei Wochen wiederholt. Wenn du blutest und schwanger bist oder sein könntest, ruf noch am selben Tag die Frauenarztpraxis an, außerhalb der Sprechzeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Zur Ursache: In den ersten Wochen sind es häufig zufällige Veränderungen im Erbgut der Frucht, die niemand verursacht hat. Die allermeisten Verluste gehen auf Faktoren zurück, die du nicht beeinflussen kannst. Mit Schuld hat das nichts zu tun. Für Stress im Alltag oder normale körperliche Aktivität gibt es keinen Nachweis als Ursache.

Wie lange dauert der Abgang?

Wie lange eine Fehlgeburt dauert, hängt vom Weg ab, den du mit der Ärztin oder dem Arzt wählst. Beim Abwarten kann es von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen dauern, bis das Gewebe abgeht, und der Zeitpunkt lässt sich nicht planen. Nimmst du Tabletten, setzen Kontraktionen und Blutung meist innerhalb von 48 Stunden ein, und der Abgang kann sich über mehrere Tage ziehen. Eine Ausschabung ist ein kurzer Eingriff mit planbarem Termin.

Die Schmerzen, krampfartig oder wehenartig, sind meist kurz vor dem Abgang am stärksten und werden danach schwächer. Schmerzmittel können helfen. Welches für dich passt, klärst du mit der Praxis oder nachts mit dem Bereitschaftsdienst unter 116 117, und sag dort auch, was du schon genommen hast.

Jede Fehlgeburt verläuft anders. Was Freundinnen oder Foren berichten, ist keine Norm. Die Warnzeichen und die Kontrolle beim Ultraschall sind das, woran du dich halten kannst.

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Wie stark ist die Blutung?

Wie stark die Blutung bei einer Fehlgeburt ist, zeigt sich vor allem beim Abgang: Sie ist meist deutlich stärker als bei einer Periode.

Der nächste Absatz beschreibt, was du sehen kannst. Überspring ihn, wenn du das jetzt nicht lesen möchtest.

Das Blut kann hellrot, dunkelrot oder bräunlich aussehen. Es können Gerinnsel abgehen, außerdem Schleimhautgewebe und manchmal die Fruchtblase. Das Gewebe kann grau, rosa oder weißlich sein und fädig wirken. Je nach Woche kann auch die Frucht selbst zu sehen sein, sehr klein. Das kann berühren, körperlich wie seelisch. Du entscheidest, ob du hinschaust.

Eine feste Zahl, ab der die Blutung „zu stark“ ist, gibt es nicht. Als Orientierung: Ist eine Binde kurz nach dem Anlegen durchtränkt oder wird dir dabei schwindlig, wähle die 112. Ist die Blutung stärker als eine Periode, aber ohne diese Zeichen, ruf noch heute an und sag, dass du schwanger bist. Binden zeigen dir die Menge am besten und sind in den ersten Tagen die einfachste Wahl; ob Tampons oder Tasse für dich passen, klärst du mit der Praxis.

Möchtest du das Gewebe auffangen, hilft ein Sieb im WC. Auf Wunsch kann es untersucht werden: Bewahre es in einem dicht schließenden Gefäß im Kühlschrank auf, bis du es der Hebamme oder der Praxis übergibst. Ob die Krankenkasse die Untersuchung bezahlt, frag vorher in der Praxis.

Wie lange blutet man danach?

Nach dem Abgang kann die Blutung bis zu etwa drei Wochen anhalten, in manchen Fällen länger. Sie wird in der Regel mit der Zeit schwächer. Nach einer Ausschabung sind meist nur leichte Blutungen und wenig Schmerzen zu erwarten.

Wird die Blutung nach ein paar Tagen schwächer, entspricht das dem üblichen Verlauf; die Kontrolle bleibt trotzdem Teil davon. Hört sie sehr plötzlich ganz auf, ist die Kontrolle ebenfalls sinnvoll, denn ob alles abgegangen ist, zeigt der Ultraschall. Wird sie nach einigen Tagen wieder deutlich stärker, ruf noch am selben Tag an. Kommen Fieber über 38 °C oder zunehmende Schmerzen dazu, geh sofort in die Notaufnahme, auch Tage nach dem Abgang oder dem Eingriff.

Zu Hause: Was jetzt hilft

Du darfst um Hilfe bitten.

  • Praxis anrufen: Melde dich bei der Frauenarztpraxis, außerhalb der Sprechzeiten beim Bereitschaftsdienst unter 116 117. Sag, dass du schwanger bist und blutest. Dort sagt dir jemand, ob du kommen sollst.
  • Jemanden dazuholen: Hol dir, wenn du kannst, jemanden dazu. Das tut gut und hilft, falls du Hilfe brauchst. Bist du allein, sag es am Telefon. Bei starker Blutung fährst du nicht selbst.
  • Festhalten, was passiert: Notiere Beginn, Stärke der Blutung (wie viele Binden), Schmerzen und Fieber, am besten mit Uhrzeit. Stichpunkte reichen, oder bitte jemanden, es für dich zu tun.
  • Auf dich hören: Richte dich nach deinem Befinden. Wird dir schwindlig oder fühlst du dich einer Ohnmacht nahe, leg dich hin und wähle sofort die 112.
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Abwarten, Tabletten, Eingriff

Steht fest, dass die Schwangerschaft nicht weitergeht, gibt es meist drei Wege. Du entscheidest gemeinsam mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt und kannst das Vorgehen später noch ändern. Eine festgestellte Fehlgeburt ist ohne Warnzeichen in der Regel kein Notfall, du musst nicht sofort entscheiden. Melde dich trotzdem zeitnah in der Praxis.

  • Abwarten: Der Körper stößt das Gewebe von selbst ab. Bei den meisten geht es so vollständig ab; geht nicht alles ab, folgen Tabletten oder ein Eingriff. Die Gebärmutter wird nicht operiert, dafür ist der Zeitpunkt nicht planbar.
  • Tabletten: Die Praxis verordnet ein Medikament mit dem Wirkstoff Misoprostol, das die Gebärmutter zu Kontraktionen anregt. Die Einnahme erfolgt ambulant, meist in der Praxis oder Klinik; Kontraktionen und Blutung erlebst du dann in der Regel zu Hause. Ist nicht alles abgegangen, folgt gegebenenfalls eine zweite Gabe. Die Tabletten werden häufig außerhalb ihrer Zulassung verwendet; die Kosten sind niedrig, du musst sie aber oft selbst tragen, das klärst du vorab in der Praxis. Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall oder Fieber kommen öfter vor, meist nur kurz. Dauert das Fieber länger als 24 Stunden oder kommt es später neu dazu, geh sofort in die Notaufnahme oder ruf den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 an. Besprich vorab, welches Schmerzmittel du nehmen darfst, und bleib nicht allein.
  • Ausschabung oder Absaugung: Ein kurzer Eingriff, meist ambulant und in Narkose. Er ist planbar. Wie bei jedem Eingriff gibt es seltene Risiken, die die Ärztin oder der Arzt vorher bespricht. In seltenen Fällen ist er der einzige Weg, zum Beispiel bei sehr starker Blutung oder wenn Gewebe zurückbleibt.

Geht alles schnell, darfst du jemanden mitnehmen und um Bedenkzeit bitten, solange keine Warnzeichen vorliegen. Frag in der Praxis auch, wie lange es dauern kann, wann die Kontrolle ist und ob du krankgeschrieben wirst.

Du musst davon nichts perfekt machen.

Kontrolle nach der Fehlgeburt

Nach einem natürlichen oder medikamentösen Abgang gehört bei einer Fehlgeburt ein Ultraschalltermin dazu, meist nach 7 bis 14 Tagen. Er zeigt, ob alles abgegangen ist. Bleiben Reste, können sie mit der nächsten Periode abgehen, oder die Praxis bespricht Tabletten oder einen Eingriff.

Frag schon beim ersten Kontakt nach deiner Blutgruppe; sie steht im Mutterpass, falls du einen hast. Ist sie Rhesus-negativ, klärt die Praxis, ob eine Anti-D-Spritze nötig ist.

Ein Schwangerschaftstest kann noch einige Wochen positiv bleiben, weil das Hormon nur langsam sinkt. Ob alles abgegangen ist, klärt die Kontrolle in der Praxis. Wird die Testlinie schwächer, ist das der erwartete Verlauf; wird der Test nach einem negativen Ergebnis wieder positiv, ruf zeitnah an. Ist der Test nach etwa drei Wochen noch positiv, sprich die Praxis an. Schwangerschaftsbeschwerden gehen nur langsam zurück, und Stimmungsschwankungen sind möglich.

Gut zu wissen

Ab der 13. Woche spricht man von einer späten Fehlgeburt. Der Ablauf unterscheidet sich dann, darüber sprichst du mit der Ärztin oder Hebamme.

Periode nach Fehlgeburt

Die erste Periode nach einer Fehlgeburt kommt oft nach etwa fünf bis sechs Wochen, manchmal später. Der Eisprung kann in Einzelfällen schon nach 8 bis 10 Tagen stattfinden, also noch vor der ersten Periode. Führst du einen Zyklus-Kalender, trag die Blutung nicht als Periode ein, sondern als Notiz, sonst verschiebt sie die Voraussagen.

Rechnung und Beobachtung des Zyklus eignen sich nicht zur Verhütung, auch nicht in den Wochen nach einem Verlust. Wenn du gerade nicht schwanger werden möchtest, sprich die Praxis auf Verhütung an.

Ob und wann du es wieder versuchen möchtest, ist keine rein medizinische Frage. Nach einem natürlichen Abgang ist kein Pausenzyklus nötig, nach einer Ausschabung kann es sinnvoll sein, eine Periode abzuwarten. Zum Sex gibt es unterschiedliche Empfehlungen: Manche raten, bis die Beschwerden abgeklungen sind zu warten, wegen des Infektionsrisikos. Frag die Praxis, was für dich gilt.

Ist es schon die zweite Fehlgeburt oder machst du dir Sorgen, sprich die Praxis auf eine Abklärung an; das darfst du schon früher tun. Nach der deutschen Patienteninformation wird sie üblicherweise nach drei Fehlgeburten angeboten, eine genetische Untersuchung des Gewebes ist schon nach zwei sinnvoll. Das ist kein Vorwurf an dich.

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Krankschreibung, Mutterschutz

Wenn du nicht arbeiten kannst, lass dich ärztlich krankschreiben, auch wenn du körperlich schon wieder fit, aber seelisch nicht bereit bist. Dem Arbeitgeber musst du den Grund nicht nennen: Er erfährt nur, dass und wie lange du arbeitsunfähig bist, keine Diagnose.

Seit dem 1. Juni 2025 gibt es in Deutschland gesetzlichen Mutterschutz nach einer Fehlgeburt, aber erst in der späteren Schwangerschaft: ab der 13. Schwangerschaftswoche, gestaffelt bis zu 2, 6 oder 8 Wochen (ab der 13., 17. und 20. Woche). Du kannst dich ausdrücklich zur Arbeit bereit erklären und das jederzeit widerrufen. Ob die 13. Woche schon läuft, sagt dir die Ärztin oder der Arzt.

Du musst dein Erleben nicht kleinreden.

Trauer, Partner, Hilfe

Fehlgeburten sind ein recht häufiges Ereignis, auch wenn es sich anfühlt, als wärst du die Einzige. Das macht den Verlust nicht kleiner. Für viele ist es ein Kind, das sie verloren haben, auch in einer frühen Woche.

Trauer verläuft sehr verschieden. Wut, Leere, Neid auf Schwangere und Schuldgefühle kommen vor, ebenso Erleichterung oder das Gefühl, gar nichts zu fühlen. Manche sind sofort erschöpft, andere erst Wochen später. Wenn Niedergeschlagenheit, Angst oder Schlaflosigkeit nicht nachlassen, such dir Unterstützung bei der Hausärztin, der Frauenärztin oder einer Beratungsstelle. Wenn du nicht mehr leben möchtest, ruf die Telefonseelsorge an, kostenlos unter 0800 111 0 111.

Partner und Umfeld reagieren oft unbeholfen. Du kannst sagen, was dir hilft: zuhören, Anrufe und Termine übernehmen, nicht ständig nachfragen. Wenn dir Worte fehlen, kannst du ihnen diesen Abschnitt zeigen.

Für Eltern gibt es keine Bestattungspflicht. Auf Wunsch kann ein Bestatter das Kind beerdigen; wie Kliniken mit Fehlgeburten verfahren, regelt jedes Bundesland anders. Auch eine standesamtliche Bescheinigung ist auf Wunsch möglich, dafür brauchst du die Bescheinigung der Ärztin oder Hebamme oder den Mutterpass.

In Deutschland hast du rund um einen Schwangerschaftsverlust Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme; frag bei der Praxis oder deiner Krankenkasse nach. Weitere Anlaufstellen in Deutschland sind das Informationsangebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit mit der Suche nach Beratungsstellen, der VEID e. V. (Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland) und die Initiative REGENBOGEN.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Fehlgeburt?

Das ist sehr verschieden. Beim Abwarten kann es wenige Tage bis mehrere Wochen dauern, bis das Gewebe abgeht. Mit Tabletten setzen Kontraktionen und Blutung meist innerhalb von 48 Stunden ein, der Abgang zieht sich über mehrere Tage. Eine Ausschabung ist ein kurzer Eingriff.

Wie lange blutet man nach einer Fehlgeburt?

Nach dem Abgang kann die Blutung bis zu etwa drei Wochen anhalten, in manchen Fällen länger, und sie wird meist mit der Zeit schwächer. Nach einer Ausschabung sind meist nur leichte Blutungen zu erwarten. Wird die Blutung wieder deutlich stärker oder dauert sie länger als etwa drei Wochen, lässt man das am besten in der Frauenarztpraxis abklären.

Wie stark darf die Blutung bei einer Fehlgeburt sein?

Beim Abgang ist die Blutung meist deutlich stärker als eine Periode, oft mit Gerinnseln. Eine feste Grenze gibt es nicht. Ist eine Binde kurz nach dem Anlegen durchtränkt oder wird dir schwindlig, wähle sofort die 112. Ist die Blutung stärker als eine Periode, aber ohne diese Zeichen, ruf noch heute die Frauenarztpraxis an, nachts den Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Wann muss ich bei einer Fehlgeburt ins Krankenhaus?

Die 112 wählst du sofort bei: Blutung, die eine Binde kurz nach dem Anlegen durchtränkt, Schwindel, Ohnmacht oder starker Blässe, sehr starken Schmerzen und Schulterschmerz, besonders zusammen mit Unterbauchschmerzen. Sofort in die Notaufnahme oder zum ärztlichen Notdienst gehst du bei Fieber über 38 °C, übel riechendem Ausfluss, zunehmenden Unterbauchschmerzen oder Schmerzen auf nur einer Seite des Unterbauchs bei Blutung oder positivem Test.

Wie sieht das Gewebe bei einer Fehlgeburt aus?

Du musst nicht hinsehen, wenn du das nicht möchtest. Es können Blutgerinnsel, Schleimhautgewebe und manchmal die Fruchtblase abgehen. Das Gewebe kann rosa, grau oder weißlich und fädig aussehen. Je nach Woche kann die Frucht selbst zu sehen sein, sehr klein. Du kannst das Gewebe mit einem Sieb auffangen und auf Wunsch untersuchen lassen.

Ist eine Blutung in der Frühschwangerschaft immer eine Fehlgeburt?

Nein. Eine Blutung allein sagt nicht, ob eine Fehlgeburt vorliegt. Das klärt die Ärztin oder der Arzt per Ultraschall und Gespräch. Wenn du blutest und schwanger bist oder sein könntest, ruf noch am selben Tag die Frauenarztpraxis an, außerhalb der Sprechzeiten den Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Wie lange ist der Schwangerschaftstest nach einer Fehlgeburt positiv?

Ein Test kann noch einige Wochen positiv bleiben, weil das Schwangerschaftshormon nur langsam sinkt. Ob alles abgegangen ist, klärt die Kontrolle in der Praxis. Ist der Test nach etwa drei Wochen noch positiv, sprich die Praxis an.

Wie lange bin ich nach einer Fehlgeburt krankgeschrieben?

Das legt die Ärztin oder der Arzt fest, eine feste Dauer gibt es nicht. Du darfst dich krankschreiben lassen, auch wenn du seelisch noch nicht bereit bist. Der Arbeitgeber erfährt keine Diagnose. In Deutschland gibt es seit Juni 2025 gesetzlichen Mutterschutz nach einer Fehlgeburt, aber erst ab der 13. Schwangerschaftswoche.

Wann du Hilfe holen solltest

Sofort Notruf 112 wählen bei:

  • Blutung, bei der eine Binde kurz nach dem Anlegen durchtränkt ist
  • Schwindel, Ohnmacht oder starker Blässe
  • sehr starken Schmerzen, bei denen du nichts mehr tun kannst
  • Schulterschmerz, besonders zusammen mit Unterbauchschmerzen

Sofort in die Notaufnahme gehen oder den ärztlichen Notdienst (116 117) rufen bei:

  • Schmerzen auf nur einer Seite des Unterbauchs bei Blutung oder einem positiven Test
  • Fieber über 38 °C, übel riechendem Ausfluss oder zunehmenden Unterbauchschmerzen, auch Tage nach dem Abgang, den Tabletten oder dem Eingriff
  • Blutung ab der 13. Schwangerschaftswoche: Melde dich sofort bei der Praxis, der Hebamme oder in der Klinik

Noch heute in der Frauenarztpraxis anrufen (außerhalb der Sprechzeiten 116 117): bei einer Blutung, die stärker ist als eine Periode, die nach einigen Tagen wieder deutlich stärker wird, wenn der Test nach einem negativen Ergebnis wieder positiv wird oder wenn eine Spirale liegt.

Einen Termin vereinbaren, wenn die Blutung länger als etwa drei Wochen dauert, wenn noch keine Kontrolle stattgefunden hat, wenn der Test nach etwa drei Wochen noch positiv ist oder wenn es schon die zweite Fehlgeburt ist.

Wenn du nicht mehr leben möchtest oder dir etwas antun willst: Die Telefonseelsorge ist kostenlos unter 0800 111 0 111 erreichbar, im Notfall der Notruf 112.

Alle Nummern gelten für Deutschland.

Nur zur Orientierung — ersetzt keine medizinische Beratung oder Diagnose.

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